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Communication Networks Institute veranstaltet 5. internationales Testing Symposium zur CCS Ladeschnittstelle in Süd-Korea

Am 10. und 11. November 2016 fand das 5. internationale ISO/IEC 15118 Testing Symposium zur E-Fahrzeug Ladeschnittstelle in Süd-Korea statt. 36 Unternehmen aus 10 Nationen kamen auf der südkoreanischen Insel Jeju zusammen, um ihre neuesten Steuergeräte Entwicklungen für das Combined Charing System miteinander zu testen. Das CNI organisierte die Veranstaltung in enger Kooperation mit dem Korea Smart Grid Institute (KSGI), Gridwiz, dem CharIn e.V. und der ISO/IEC 15118 Joint Working Group. Zudem war das CNI mit seinem innovativen Test System vor Ort, um weitere Rückschlüsse auf laufende Forschungsarbeiten in den BMWi Projekten eBusCS und DELTA zu ziehen.

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Zwei Tage lang testeten die teilnehmenden Unternehmen ihre neuesten, entweder bereits im Markt befindlichen DIN 70121 Implementierungen, oder künftige ISO 15118 basierte Steuergeräte. Mit über 80 Teilnehmern u.a. aus den USA, Deutschland, Spanien, Korea, Japan, China, Taiwan und Australien kamen Unternehmen aus insgesamt vier Kontinenten zusammen. Die Tests zwischen E-Fahrzeugen und Ladesäulen finden in eng getakteten zweistündigen Test Slots statt. Es wird zwischen Tests auf Steuergeräteebene und zwischen echten Elektrofahrzeugen und Ladesäulen unterschieden. Die Ergebnisse der Tests liefern den Herstellern wertvolle Rückschlüsse hinsichtlich ihrer eigenen Implementierung.

Die Ladeschnittstelle zwischen Elektrofahrzeug und Ladeinfrastrukturen spiegelt eine ganz wesentliche Komponente der Elektromobilität wieder. Im Rahmen des Ladeprozesses werden Informationen zur Steuerung, Authentifizierung und ggf. Abrechnung des Ladevorgangs zwischen E-Fahrzeug und Ladeinfrastruktur ausgetauscht. In Zukunft werden weitere darüber hinaus gehende Anwendungsszenarien z.B. für energienetzverträgliche bzw. -stützende Ladevorgänge, das Lademanagement von großen Fahrzeugflotten und das High Power Charging von E-Bussen im ÖPNV adressiert. Dabei soll für den Kunden ein sicherer sowie komfortabler Ladevorgang zu jeder Zeit gewährleistet werden. Insbesondere aus Sicht der Interoperabilität stellt die Ladeschnittstelle aufgrund der reichhaltigen zugrundeliegenden Anwendungsfälle und der daraus resultierenden technischen Komplexität in der Zwischenzeit eine große Herausforderung dar. Zudem sind die technologischen Abstimmungsprozesse zur Gewährleistung der Interoperabilität von Entwicklungen zwischen Fahrzeugindustrie und Infrastrukturherstellern in einem skalierenden Marktumfeld zunehmend schwer beherrschbar. Vor diesem Hintergrund leistet das Testing-Symposium einen ganz wesentlichen Beitrag zur Ladeschnittstelle und liefert für involvierte Unternehmen entsprechende Hilfestellungen, um die eigene Implementierung an einem Ort mit zahlreichen anderen Implementierungen aus aller Welt auf Funktionsfähigkeit zu prüfen.

Das Communication Networks Institute rief das innovative Testformat für die Ladeschnittstelle Ende 2014 in einem nationalen Rahmen bei sich in Dortmund ins Leben. Es war eines der Verwertungsergebnisse des BMWi Projekts eNterop, welches in Kooperation mit BMW, Continental Daimler, Innogy (damals RWE), Siemens, Volkswagen und Fraunhofer IWES/IFF durchgeführt wurde. Die Veranstaltung wurde so gut angenommen, dass sie noch 2014 ihren Weg in die internationale Standardisierung fand und in der Zwischenzeit fester Bestandteil der ISO 15118 Joint Working Group Treffen ist. Vor dem Testing-Symposium in Jeju (Korea) fanden daher bereits internationale Vorläufer in Chicago (USA), Tokyo (Japan), Dortmund (Deutschland), und San Diego (USA) statt. Weitere Informationen z.B. hinsichtlich künftiger Events stehen auf der Webseite www.testing-symposium.net zur Verfügung.

Ansprechpartner bei Rückfragen:

Jens Schmutzler (jens.schmutzler@tu-dortmund.de) und Sven Gröning (sven.groening@tu-dortmund.de)